{"id":366,"date":"2010-04-08T10:51:46","date_gmt":"2010-04-08T10:51:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.es-blueht.de\/?page_id=366"},"modified":"2018-05-28T10:19:03","modified_gmt":"2018-05-28T09:19:03","slug":"guter-boden-erfolgreiches-gartnern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.es-blueht.de\/?page_id=366","title":{"rendered":"Guter Boden &#8211; erfolgreiches G\u00e4rtnern"},"content":{"rendered":"<div class=\"page-restrict-output\"><p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-367\" title=\"site3623\" src=\"https:\/\/www.es-blueht.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/site3623.jpg\" alt=\"\" width=\"135\" height=\"108\">Die Bodenbearbeitung geh\u00f6rt zum G\u00e4rtnern wie das Pflanzen, W\u00e4ssern und Rasenm\u00e4hen. Wir zeigen Ihnen, was dabei alles zu beachten ist.<\/p>\n<p>Der Boden ist die Grundlage allen Lebens in der Natur und somit auch im Garten. Viele Gartenbesitzer verteilen jedes Fr\u00fchjahr gro\u00dfz\u00fcgig D\u00fcnger im Garten. Bevor aber ged\u00fcngt wird, sollte man sich genau informieren, ob \u00fcberhaupt beziehungsweise welche N\u00e4hrstoffe im Gartenboden fehlen. Aufschluss gibt eine <strong>Bodenanalyse<\/strong>, die den genauen N\u00e4hrstoffbedarf des Bodens ermittelt. So kann eine \u00dcberd\u00fcngung vermieden werden und es gelangen keine \u00fcbersch\u00fcssigen N\u00e4hrstoffe ins Grundwasser. Durch<strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-490\" title=\"umgraben\" src=\"https:\/\/www.es-blueht.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/umgraben-150x125.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"125\"><\/strong> eine abwechslungsreiche Bepflanzung, speziell im Gem\u00fcsegarten, schonen Sie ebenfalls den Boden. Mischkulturen und Fruchtwechsel sorgen daf\u00fcr, dass dem Boden nicht einseitig N\u00e4hrstoffe entzogen werden. G\u00f6nnen Sie Ihren Gem\u00fcsebeeten ruhig einmal eine Pause und lassen Sie Gr\u00fcnd\u00fcngungspflanzen wachsen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong><span style=\"font-size: medium;\">Die 10 wichtigsten Fragen zum Boden<\/span><\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1. Ist Umgraben sinnvoll?<\/strong><\/p>\n<p>In den oberen 15 bis 30 cm des Erdreichs spielt sich das Bodenleben ab. Dieses empfindliche Gef\u00fcge sollte m\u00f6glichst nicht gest\u00f6rt werden. Bewohner der obersten Bodenschicht finden sich durch das Umgraben in unteren Schichten wieder, in denen sie nicht gen\u00fcgend Sauerstoff haben. Humusreiche Erde oder leichte B\u00f6den werden gar nicht umgegraben, normaler Gartenboden nur alle 2 bis 3 Jahre. Schwere, tonige B\u00f6den kann man zur besseren Bel\u00fcftung \u00f6fters umgraben. Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, da der folgende winterliche Frost die aufgeworfenen Schollen zerkleinert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2. Welche Ger\u00e4te braucht man?<\/strong><\/p>\n<p>Damit die Bodenbearbeitung nicht zu m\u00fchselig wird, gibt es f\u00fcr jeden Einsatz das passende Ger\u00e4t. Eine tiefgr\u00fcndige Lockerung des Bodens erfolgt durch Spaten, Sauzahn oder Grabegabel. Mit dem sichelf\u00f6rmigen Zinken des Sauzahns l\u00e4sst sich die Erde schonend auflockern, ohne die Bodenschichten zu zerst\u00f6ren. Rechen, Hacke, Grubber und Krail kommen beim Einarbeiten von D\u00fcnger und Kompost und bei der oberfl\u00e4chigen Auflockerung zum Einsatz. Die Doppelhacke wird sowohl zum Entfernen des Unkrautbewuchses als auch zur Bodenlockerung verwendet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3. Kalken \u2013 ja oder nein?<\/strong><\/p>\n<p>Bevor Sie im Garten Kalk verteilen, sollten Sie den pH-Wert Ihres Bodens kennen. Eine Kalkung erfolgt nur bei einem zu niedrigen Wert, also einem sauren Boden. Um den j\u00e4hrlichen Kalkverlust auszugleichen, ben\u00f6tigen schwere B\u00f6den in der Regel 2 bis 5 kg\/100 qm Reinkalk im Jahr, leichte B\u00f6den weniger. Empfehlenswert ist, die Kalkmenge auf mehrere kleine Gaben aufzuteilen. Es gibt wasserl\u00f6sliche und somit schnell wirkende Kalke (z.B. Branntkalk) und langsam wirkende Kalke (z.B. Algenkalk). Kalk wird in den Boden eingearbeitet, aber nicht untergegraben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>4. Welchen Boden brauchen Pflanzen?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht jede Pflanze gedeiht auf jedem Boden. Wenn Sie in Ihrem Garten eine dauerhafte Bepflanzung bewundern m\u00f6chten, sollten Sie immer die Bodenanspr\u00fcche der einzelnen Pflanzen ber\u00fccksichtigen. So entfalten Rhododendren, Azaleen, Besenheide, Stechpalme oder auch Herbst-Anemonen erst auf feuchten, sauren B\u00f6den ihre ganze Sch\u00f6nheit. Einen trockenen, n\u00e4hrstoffarmen, sandigen Boden bevorzugen Flieder, Seidelbast, Sommerflieder, Lavendel oder auch Tulpen. Wenn Sie in Ihrem Garten schwere, tonige Erde haben, k\u00f6nnen Sie auf Eiben, Deutzien, Weigelien und auf Stauden wie Mohn, Storchschnabel, Frauenmantel oder auch Bergenien zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5. Wie wird richtig gemulcht?<\/strong><\/p>\n<p>Es bieten sich verschiedene organische Materialien zum Mulchen an: S\u00e4gesp\u00e4ne, Rindenmulch, Stroh, Heu, Grasschnitt und Laub. Speziell Rindenmulch enth\u00e4lt wachstumshemmende und antibiotische Substanzen. So k\u00f6nnen unter einer solchen Mulchschicht nicht so viele Unkr\u00e4uter gedeihen. Allerdings sollte man Rindenmulch nicht in den Boden einarbeiten, um die Wurzeln der Gartenpflanzen durch diese Stoffe nicht zu sch\u00e4digen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>6. Was bewirken Regenwurm &amp; Co?<\/strong><\/p>\n<p>Regenw\u00fcrmer w\u00fchlen den Boden durch und sind in der Humusproduktion unschlagbar. Spitzm\u00e4use, Erdhummeln und K\u00e4ferlarven durchziehen den Boden mit ihren Fra\u00dfg\u00e4ngen und sorgen so f\u00fcr eine bessere Durchl\u00fcftung. 80 Prozent der Bodenlebewesen sind Mikroorganismen wie Milben, Fadenw\u00fcrmer, Bakterien und Pilze. Sie zersetzen schwer verdauliche pflanzliche Abfallstoffe oder binden N\u00e4hrstoffe, zum Beispiel Stickstoff, im Boden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>7. Gr\u00fcnd\u00fcngung \u2013 eine gute Alternative?<\/strong><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnd\u00fcngung bietet viele Vorteile: Eine geschlossene Pflanzendecke sch\u00fctzt den Boden vor Austrocknung und Unkrautbewuchs. Schnell wachsende Gr\u00fcnd\u00fcngungspflanzen wie Phacelia oder Senf bilden viel Blattmasse und ein dichtes Wurzelwerk aus. Die gr\u00fcnen Pflanzenteile schneidet man nach der Bl\u00fcte ab oder sie erfrieren im Winter. Die Pflanzenreste werden in den Boden eingearbeitet und reichern ihn mit N\u00e4hrstoffen an. Einige Gr\u00fcnd\u00fcngungspflanzen (Klee, Erbsen, Wicken, Lupinen und Bohnen) binden Stickstoff aus der Luft und geben diesen bei ihrer Zersetzung wieder frei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>8. Wie viel Kompost geh\u00f6rt aufs Beet?<\/strong><\/p>\n<p>Je nachdem, wie viele N\u00e4hrstoffe die Pflanzen f\u00fcr ihr Wachstum brauchen, sollte die Menge des auszubringenden reifen Komposts dosiert werden. Starkw\u00fcchsige Beetstauden wie Phlox oder Rittersporn werden j\u00e4hrlich mit einer Kompostgabe von 2\u20134 l\/qm bedacht. K\u00fcrbis, Blumenkohl und Tomaten verbrauchen noch mehr N\u00e4hrstoffe und sind f\u00fcr eine Kompostgabe von 4\u20136 l\/qm j\u00e4hrlich dankbar. Geh\u00f6lze ben\u00f6tigen nur 1 l\/qm im Jahr. Zus\u00e4tzliche Stickstoffgaben sind bei allen Pflanzen zu empfehlen, je nach Gr\u00f6\u00dfe in der passenden Menge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>9. Boden verbessern \u2013 womit?<\/strong><\/p>\n<p>In schwere, tonige B\u00f6den k\u00f6nnen Sie Rindenhumus oder Sand einarbeiten, damit die Durchl\u00fcftung verbessert wird. Sandige B\u00f6den speichern N\u00e4hrstoffe und Wasser schlecht. Mit Gesteinsmehl (Bentonit) und Lehm wird die Speicherkapazit\u00e4t erh\u00f6ht und die Humusbildung angeregt. Durch die enorme Wasserspeicherf\u00e4higkeit der Tonminerale bildet sich ein feuchtes Bodenklima, in dem sich n\u00fctzliche Mikroorganismen gut vermehren. F\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Bodenverbesserungsma\u00dfnahmen bietet sich das zeitige Fr\u00fchjahr an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>10. Soll man organisch oder mineralisch d\u00fcngen?<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt unterschiedliche D\u00fcngerarten. Zum einen sind dies mineralische D\u00fcnger, z.B. Kalk-stickstoff oder Blaukorn, die die Pflanzen direkt aufnehmen k\u00f6nnen. So lassen sich akute Mangelerscheinungen der Pflanzen sofort beheben. Zum anderen verwendet man organische D\u00fcnger. Diese gelten als bodenschonender und werden erst von Bodenlebewesen in eine pflanzenvertr\u00e4gliche Form umgewandelt. Organische D\u00fcnger sind tierischer oder pflanzlicher Herkunft und wirken langfristig. Tierische Produkte, z.B. Blutmehl, sind durch die BSE-Krise in die Kritik geraten<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"page-restrict-output\"><p>&nbsp; Die Bodenbearbeitung geh\u00f6rt zum G\u00e4rtnern wie das Pflanzen, W\u00e4ssern und Rasenm\u00e4hen. Wir zeigen Ihnen, was dabei alles zu beachten ist. Der Boden ist die Grundlage allen Lebens in der Natur und somit auch im Garten. Viele Gartenbesitzer verteilen jedes Fr\u00fchjahr gro\u00dfz\u00fcgig D\u00fcnger im Garten. 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